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Zuletzt aktualisiert:

8.3.2017

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Das Bienenwachs ist sozusagen das Material für die "Inneneinrichtung" eines Bienenstockes und spielt eine zentrale Rolle.
Das Wachs wird von den Bienen mittels ihrer Wachsdrüsen erzeugt. Sie bauen daraus Waben für die Anlage eines Brutnestes und zur Einlagerung von Nektar und Pollen.
Gewöhnlich gibt der Imker dem Volk Wachsmittelwände mit dem eingeprägten Sechseckmuster in einem Holzrähmchen, auf denen sie ihre Waben ausbauen. Diese Waben müssen nach einiger Zeit erneuert werden. Diese Altwaben werden vom mir eingeschmolzen und zu neuen Mittelwänden gepresst. Ich habe meinen eigenen Wachskreislauf.

Wie entsteht Bienenwachs?

Am Hinterleib der Bienen befinden sich die Wachsdrüsen. Das Wachs wird von den sogenannten Baubienen ausgeschwitzt. Die Bienen bauen sich aus dem von ihnen, aus körpereigenen Drüsen ausgeschwitzten Wachs, ihre Waben in der Mitte der Bautraube. Die selbsterstellten Waben sind für die Bienen Kinderstube, Schlaf- und Vorratskammer. Waben bestehen aus tausenden von Zellen. In diese Zellen werden von der Königin die Eier abgelegt. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die dank Futtersaft und Pollen in drei Wochen zu erwachsenen Bienen heranwachsen.
Ihre erste Tätigkeit nach dem Schlupf ist Vorbereitung der Zellen für die nächste Eiablage. Dies geschieht mit Hilfe des sogenannten Pollenöls. Die Art des Blütenpollens bestimmt die Farbe des Pollenöls. Pollenöl bewirkt, dass die zunächst weißen Bienenwaben eine gelbliche Farbe annehmen. Das Pollenöl hat antimikrobielle Eigenschaften. die auch im Propolis enthalten sind. Bei jeder neuen Präparation der Wachswaben werden diese immer etwas dunkler. Da die schlüpfenden Bienen immer auch einen Puppenkokon in den Zellen zurücklassen, werden diese nach jedem Brutdurchgang immer etwas enger. Nach einigen Jahren intensiver Nutzung stören diese engen Zellen im Bienenvolk und werden, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind, von den Bienen abgenagt und durch neue ersetzt. Dieses verhindern die Imker durch vorzeitige Entnahme der Waben, um Bienenwachs ernten zu können. In der Frühzeit der Imkerei (Zeidlerei) war denn auch das Hauptansehen der Imker durch ihren Besitz am Wachs begründet. Wachs stellte eine sich jährlich regenerierende Energiequelle dar, mit deren Hilfe sich eine künstliche Lichtquelle im Hause und in den sakralen Bauten erstellen ließ: Die Bienenwachskerze. Für die Bereitstellung des Bienenwachses wurde die Zunft der Zeidler von kirchlichen und weltlichen Fürsten mit hohen Rechten ausgestattet. Diese Rechte bestanden darin, jederzeit eine Armbrust bei sich zu führen,als auch einer eigenen Gerichtsbarkeit (dem Zeidelgericht) zu unterstehen. Die Zeidler waren also freie Leute, die in historischen zeitgenössischen Darstellungen immer an der geschulterten Armbrust zu erkennen sind. Ein weiterer Verwendungsbereich ist bis heute erhalten geblieben: Bienenwachs als natürlicher kosmetischer Grundstoff und zur konservierenden Holzbehandlung.
Wir schmelzen das Wachs unserer Altwaben ein und gießen dann selbst die oben erwähnten Mittelwände als Baurahmen für die Bienen. Somit haben wir unseren eigenen Wachskreislauf und wissen, dass das Wachs keine Schadstoffe enthält.
Das restliche Wachs wird zur Kerzenherstellung verwendet.



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